transform.NRW will durch eine hybride, digital gestützte Plattform Kunst, Kultur, Design und Wissenschaft mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vernetzen, um Wissen, Methoden und praxiserprobte Beispiele für sozial‑ökologische Nachhaltigkeitstransformationen zugänglich zu machen und gemeinsam neue Denk‑ und Handlungswege für nachhaltige Lebens‑ und Produktionsweisen zu entwickeln.

© dform für transform.NRW
Mit transform.NRW bündeln das Wuppertal Institut und die Fakultät für Design und Kunst der Bergischen Universität Wuppertal Wissen, Methoden und -Beispiele für sozial-ökologische Nachhaltigkeit. Die Kooperationsplattform vernetzt Künstler*innen, Designer*innen und Wissenschaftler*innen mit Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik und Kommunen zur Förderung transdisziplinärer Kooperationen, um gemeinsam gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten. Ziel ist es, transformative Potenziale sichtbar zu machen und mit Hilfe neuer Methoden den Transfer von sozial und ökologisch nachhaltigen Ansätzen in die Gesellschaft zu stärken.
Ein Kernstück ist die interaktiv nutzbare und kollektiv kuratierte Sammlung von , die exemplarisch zeigt, wie nachhaltige Transformationen bereits praktisch umgesetzt werden – von künstlerischen Installationen über praktische Produkte bis hin zu digitalen Services und kulturellen Formaten.
Ein zentrales Merkmal von transform.NRW ist die enge Zusammenarbeit mit derzeit 16 Kooperationspartner*innen aus Kunst, Kultur, Design, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen. Gemeinsam entwickeln sie Inhalte der Plattform, gestalten Formate und setzen Veranstaltungen um. transform.NRW ist dabei kein Einzelprojekt, sondern eine lebendige Plattform, die Kompetenzen bündelt und neue Allianzen ermöglicht.
Die Arbeit über Disziplinen hinweg bringt erkenntnisfördernde Herausforderungen mit sich: Unterschiedliche Fachsprachen, Methoden und Perspektiven treffen aufeinander. transform.NRW versteht diese Vielfalt als produktiven Lernraum für eine gemeinsame – ein Kompetenzbündel mit dem alle an Konsum- und Gestaltungsprozessen beteiligten Akteur*innen befähigt werden, Zusammenhänge zu verstehen und einzuordnen sowie darauf aufbauend selbstständig oder gemeinsam handlungsorientierte Entscheidungen zu treffen und diese auch umzusetzen. Ziel ist es, Grenzen zu überwinden, gegenseitiges Verständnis zu stärken und nachhaltige Kooperationen hervorzubringen, aus denen neue Lösungsansätze entstehen.

© transform.NRW

© transform.NRW
transform.NRW – Bedeutung von Kunst, Kultur und Design
Nachhaltige Transformation ist keine rein technische oder ökonomische Frage, sondern vor allem eine kulturelle: In Zeiten multipler Krisen droht Nachhaltigkeit aus dem Blick zu geraten. Kunst, Kultur und Design können sie zurück in den Fokus holen, sorgen für kritische Reflexion und schaffen Wirkung: Sie machen nicht nur komplexe Zusammenhänge sinnlich erlebbar, nachvollziehbar und emotional anschlussfähig, sondern öffnen eigenständig neue Handlungsräume, zeigen Alternativen und entwickeln Zukunftsbilder – sei es durch visionäre Szenarien, Irritationen bestehender Routinen oder konkrete, alltagstaugliche Lösungen.
Entscheidend für transform.NRW ist das Zusammenspiel von künstlerisch-gestalterischer Praxis und wissenschaftlicher Analyse. transform.NRW untersucht, wie Nachhaltigkeitsforschung, Kunst, Kultur und Design sich gegenseitig beflügeln können, indem sie zwischen analytischen und intuitiv-ästhetischen Zugängen wechseln, um sich Problemen zu nähern. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur zu verstehen, sondern gemeinsam erlebbar und umsetzbar zu machen.
© transform.NRW, Erica von Moeller
transform.NRW – Lernen von guten Beispielen
Ein wesentlicher Baustein ist eine kollektiv kuratierte Sammlung von bis zu 100 -Beispielen. Sie zeigen, wie Transformation in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus bereits praktisch umgesetzt wird – in Filmen und , Kunstwerken, Produkten, Dienstleistungen oder neuen Geschäfts- und Wertschöpfungsmodellen. Die liefern keine singulären Patentrezepte. Vielmehr machen sie unterschiedliche Ansätze und Entwicklungsschritte sichtbar, die in ihrer Gesamtheit gesellschaftliche Veränderung ermöglichen können. Sie dienen als Impulse, Lernbeispiele und Anknüpfungspunkte für weitere Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen, Politik und Zivilgesellschaft.
Alle sind auf einer interaktiven Landkarte verortet. So wird sichtbar, wo Aktivitäten stattfinden, wer beteiligt ist und welche Kooperationen möglich sind. transform.NRW fungiert damit als Orientierungs-, Vernetzungs- und Transferinstrument.
Die -Projekte werden mit der im Rahmen des Projekts entwickelten Methode kuratiert und in interdisziplinären Teams gemeinsam mit Kooperationspartner*innen und Interessierten analysiert.
© transform.NRW, Erica von Moeller
transform.NRW –
Die Methode macht Transformationspotenziale von Kunst-, Kultur- und Designprojekten sichtbar, vergleichbar und diskutierbar. In der Verhandlung vielfältiger Perspektiven entsteht ein differenziertes und belastbares Verständnis der betrachteten Projekte sowie ihrer potenziellen Wirkungen.
Zentrales Prinzip der Methode: Ein Projekt im Zentrum, umgeben von konzentrischen Wirkungsringen von über und bis zu . Die Struktur macht Abhängigkeiten, Rückkopplungen und mögliche Veränderungspfade transparent. Die (SDGs) der Vereinten Nationen fungieren dabei als übergeordnetes Orientierungssystem und als verbindende Referenz zwischen unterschiedlichen Disziplinen. In Anlehnung an eine Heuristik des (IRP) werden die 17 SDGs in drei Ebenen unterteilt: natürliche Ressourcen, Versorgungssysteme und Gutes Leben (UNEP, 2024, ). So richtet transform.NRW den Blick auf Wechselwirkungen zwischen individuellem und kollektivem Wirken und Handeln, wirtschaftlich-technischen Systemen und der Nutzung natürlicher Ressourcen.
Die Methode unterstützt die Entwicklung einer transdisziplinären für Nachhaltigkeitstransformationen und verknüpft theoretische Einsichten mit praktischen Anwendungen – von kritischer Selbstreflexion in Lehre und Praxis über Forschung bis zur politischen Beratung.
© transform.NRW

© Wuppertal Institut 2025 / Fotograf: Philipp Czampiel

© Wuppertal Institut 2025 / Fotograf: Philipp Czampiel
transform.NRW – Symposium
Am 13. und 14. November 2025 versammelten sich rund 400 Expert*innen aus Kunst, Kultur, Design, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Bundeskunsthalle in Bonn. Ziel des Symposiums war es, die Rolle von Kunst, Kultur und Design als Hebel für nachhaltige Transformationen zu diskutieren und als Grundlage für zukunftsfähige Strategien zu stärken.
Die Inhalte fokussierten drei Transformationsfelder: kulturelle Leitbilder und gesellschaftliche Haltungen, resilientere Wirtschafts- und Institutionslogiken sowie ein neues Mensch-Natur-Verhältnis. Im Rahmen von Impulsvorträgen, Salons, künstlerischen Interventionen sowie praxisnahen und strukturierte ein Dreiklang zentraler Leitfragen den Diskurs: Wie ist es? Wie soll es sein? Was wollen wir wagen? Hieraus gewonnene Erkenntnisse weisen auf die Notwendigkeit veränderter Innovationspfade hin, fördern die Entwicklung neuartiger Kooperationsformate und unterstreichen die Relevanz transdisziplinärer Ansätze für nachhaltige fachübergreifende Zusammenarbeit. In der Gesamtschau verdeutlichte das Symposium, welche enormen Potenziale die systematische Verzahnung von Gestaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit birgt.
In Kooperation mit creative.nrw präsentierten neun Projekte ihre Konzepte für eine sozial gerechte und ökologisch verantwortliche Zukunft, zwei davon wurden vom Publikum ausgezeichnet. Zudem erfolgte der der digitalen Plattform transform.NRW, die ab Herbst 2026 online zur Verfügung steht und neue Vernetzungen und weiteren Wissenstransfer für künftige Projektentwicklungen und Partnerschaften ermöglichen wird.

© Wuppertal Institut 2025 / Fotograf: Philipp Czampiel
transform.NRW – Transfer und Verstetigung
Die Erkenntnisse des Projektes transform.NRW bilden die Basis für weiterführende Förderentscheidungen, strategische Partnerschaften und politische Weichenstellungen. transform.NRW plant eine Erweiterung weit über Nordrhein-Westfalen hinaus, um Ansätze zu testen, zu validieren und zu skalieren – etwa durch weitere Pilotregionen, neue und Folgeprojekte als Transfer in nationale oder internationale Kooperationen.
Links zum Projekt
Kontakt zum Projekt
transform.NRW ist ein Verbundprojekt des Wuppertal Instituts (WI) und der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) unter der Leitung von Prof. Dr. Christa Liedtke (WI), Dr. Carolin Baedeker (WI), Prof. Dr. Martina Fineder (BUW), Prof. Erica von Moeller (BUW).
Sie erreichen unser Team per E-Mail unter hallo@transform.nrw








